Grundschule Am Rosenkamp


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Lit-Kid-Cologne 2016

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Besuch der "Lit-Kid-Cologne" 2016

Die Klassen 2a und 2b besuchten am 11. März 2016 gemeinsam die " Lit-Kid-Cologne". Das ist ein internationales Festival in Köln, zu dem Autorinnen und Autoren aus der ganzen Welt eingeladen werden. Beide Klassen hatten zuvor das Buch "Mein Freund Salim" im Unterricht gelesen und besprochen, und waren nun sehr gespannt auf Uticha Marmon, die Autorin des Buches. Sie las aus dem Buch und erzählte von der Entstehungsgeschichte dieses Buches über den Flüchting Salim aus Syrien.
Es wr ein tolles Erlebnis für alle Kinder und Erwachsene! Gesponsort wurde diese Veranstaltung von der PSD-Bank Rhein Ruhr Düsseldorf, bei der wir uns auf diesem Wege recht herzlich bedanken möchten!

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Unser Brief an Uticha Marmon:

Hallo Uticha Marmon,


wir möchten dir gern von unserem Besuch bei dir in Köln erzählen und hoffen, dass du unsere Fragen beantworten wirst!

Am 11. März sind wir mit dem Bus nach Köln gefahren zu deiner Lesung. Im Bus war es echt toll, da wir Fernsehen gucken durften und genauer Kika. Die Fahrt hat eine Stunde gedauert, aber es war trotzdem im Bus echt spannend.
Als wir in Köln angekommen sind, durften wir zuerst für 15 Minuten frühstücken. Als wir dann ins Theater kamen, setzten wir uns auf unsere Plätze und waren alle leise. Außerdem gab es auch Klassen von anderen Schulen, die zur Lesung kamen. Du kamst sehr pünktlich. Du hast uns einige Kapitel aus deinem Buch vorgelesen und auch Fragen dazu gestellt. Wir sollten das Wort „Freunde“ auf ganz viele Sprachen sagen.
Du bist echt nett und sehr sympathisch. Außerdem gab es dort noch eine Frau, die immer mit dem Mikrophon rum gegangen ist, wenn wir uns gemeldet haben. Zum Schluss, als die Lesung zu Ende war, hat eine Frau an einige Kinder Knackarmbänder und kleine Tafeln ausgeteilt.
Auf dem Rückweg, haben manche Kinder im Bus geschlafen, weil sie total müde waren. Wir fanden diesen Ausflug richtig toll, da wir viele Informationen über das Buch „Mein Freund Salim“ erfahren haben.

Nun haben wir noch einige Fragen an dich. Die erste Frage ist: „Wie viele Bücher hast du bis jetzt geschrieben?“. Die zweite Frage ist: „Warum hast du Tom und Huck in die Geschichte hineingebracht?“. Die dritte Frage ist: „Wie bist du auf die Idee gekommen Autorin zu werden?“. Zum Schluss die letzte Frage ist: „Warum hast du ein Kinderbuch über einen Flüchtling geschrieben?“.

Viele Grüße senden dir die Kinder der Klasse 2a und 2b der Grundschule Am Rosenkamp in Solingen.

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Antwort von Uticha Marmon:


Hallo liebe Klasse 2a und 2b,

ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich über eure E-Mail gefreut habe. Das klingt ja alles, als hättet ihr einen wirklich großartigen Tag gehabt. Und dass ich ein kleines bisschen dazu beitragen konnte, freut mich umso mehr. Mir hat die Lesung in Köln sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ihr wart ein tolles Publikum, wirklich! Aber nun zu euren Fragen. Ich schreibe euch meine Antwort in Blau direkt unter die Frage.

"Wie viele Bücher hast du bis jetzt geschrieben?"
Insgesamt sind es bis jetzt sieben Stück.
=> "Die vier Sommersprossen" - Das ist eine Reihe mit vier Bänden. Die einzelnen Titel lauten "Ein Stadtradieschen zieht aufs Land", "Wirbel um den Winzling vom Watt", "Ein Schaf namens Ursula" und "Kleines Schlappohr, großes Herz"
=> "Als Opapi das Denken vergaß"
=> "Marienkäfertage"
=> "Mein Freund Salim"

"Warum hast du Tom und Huck in die Geschichte hineingebracht?"
Kennt ihr die Geschichte von Tom und Huck? Wenn ja, dann wisst ihr sicherlich, dass Tom aus gutem Hause kommt, auch wenn er sich mit seiner Tante nicht gut versteht. Und Huck ist ein Junge, der mehr auf der Straße lebt, der wild und voller Ideen ist. Diese beiden Jungs mit so unterschiedlicher Herkunft werden Freunde, genau wie Salim und Hannes. Huck ist auch eher einer, der umherzieht - wie Salim. Könnt ihr euch jetzt denken, warum ich diese beiden Jungs mit in meiner Geschichte haben wollte?

"Wie bist du auf die Idee gekommen Autorin zu werden?"
Ich habe schon immer Spaß daran gehabt, Geschichten zu erfinden. Dann war da eines Tages die Geschichte von Berti, dem Jungen mit dem Matrosenkittel, die ich in "Als Opapi das Denken vergaß" erzähle. Und die wollte ich mit allen lese- und geschichtenbegeisterten Kindern, also auch mit euch, teilen. Darum bin ich Autorin geworden. Denn nur dann hat man auch einen Verlag, der die Bücher, die man schreibt, in die Buchhandlungen und die öffentlichen Bibliotheken bringt.

"Warum hast du ein Kinderbuch über einen Flüchtling geschrieben?"
Es gab da einen Jungen, der hieß Toni. Toni, der natürlich immer noch Toni heißt, lebt heute in München. Aber er kommt ursprünglich aus dem Kosovo. Wo das ist, das weiß vielleicht der Eine oder Andere von euch. Falls nicht, fragt mal eure Lehrerin oder euren Lehrer. Die können euch das genau zeigen auf der Landkarte.
Jedenfalls ist Toni mit sechs Jahren aus seinem Land geflohen, weil dort Krieg war.
Dann gab es mal ein Mädchen, das hieß Renata. Sie ist inzwischen eine erwachsene Frau und lebt in Stuttgart. Auch sie ist als Kind geflohen. Diese beiden habe ich eines Tages kennengelernt und nach ihnen noch andere Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen mussten. Ihre Geschichten habe ich nie vergessen. Und jetzt, wo so viele Menschen zu uns kommen, die auch ein neues Zuhause suchen, wollte ich all diese Geschichten in einer Geschichte erzählen. Damit man vielleicht ein ganz kleines bisschen verstehen kann, wie es ist, fremd irgendwo zu sein und keine Freunde zu haben.

Liebe Klassen 2a und 2b. Ich hoffe, ich konnte eure Fragen beantworten.
Ich winke euch aus Hamburg, wo ich nämlich wohne, und schicke euch ganz viele liebe Grüße.

Eure
Uticha Marmon


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